Fußball / Leider ein gerechtes Unentschieden

“Nicht Fisch, nicht Fleisch” – für die Alten Herren des Schweriner SC – 2:2 gegen Neumühle – scheint diese Redewendung erfunden worden zu sein. Befreit hat sich Andre Korts Mannschaft trotz der drei Punkte aus den vergangenen vier Spielen immer noch nicht.

In den vergangenen Wochen war die ü35-Mannschaft mit dem, was ihr das Schicksal so beschert hatte, oftmals unzufrieden. “Spielglück” – ein vielzitiertes Wort. Und tatsächlich entschieden von Groß Stieten am 1. Spieltag bis zu Neumühle am 4. Spieltag fast immer Kleinigkeiten. Jedes 1:1, 1:0, 1:1 oder 2:2 hätte ohne allzu große Launen des Schicksals anders ausgehen können.

Das Derby gegen den Neumühler SV am gestrigen Abend ging jedenfalls munter und zweikampfbetont los, aber Torchancen waren zunähst Mangelware. Der SSC spielte gut bis zum Strafraum der Platzherren – das war’s dann aber auch. Ab Mitte der ersten Hälfte knickte der SSC leicht weg und war nicht mehr so im Spiel. Der NSV war durch lange Bälle in die Spitze gefährlich und nach 28 Spielminuten konnten die Anhänger der Platzherren das 1:0 durch Meyer bejubeln. Mit diesem knappen Rückstand ging es dann auch in die Kabinen.

Der SSC ließ sich von diesem Gegentreffer nicht aus dem Konzept bringen und startete besser und ohne Rhythmusstörungen in die zweite Spielhälfte. Nach 10 Minuten war es dann soweit. Daniel Schmidt legte sich den Ball beim Freistoß zurecht und zirkelte ihn aus rund 20 Meter an der Mauer vorbei ins lange Eck. Danach entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch. Gut zwei Minuten später war es Homann, der die Heimischen mit seinem Treffer wieder in Führung brachte. In Höhe des Elfmeterpunktes drehte er sich um seinen Gegenspieler und drosch das Spielgerät in die Maschen. Die Führung der Rancher hielt genau 14 Minuten, dann traf Schmidt mit seinem zweiten Treffer per Kopf nach schöner Vorarbeit von Bannow zum 2:2. Die Besucher erlebten dann eine spannende Schlussphase. Beide Mannschaften versuchten noch einen Dreier einzufahren, spielten mutig nach vorne, doch Schiedsrichter Hacker beendete das Spiel mit einem leistungsgerechten Unentschieden.

Für solche Ergebnisse, wie die der Alten Herren zu Beginn der Saison, ist wohl die Redewendung “Nicht Fisch, nicht Fleisch” erfunden worden. Mit einem Sieg hätte man sich Luft nach unten geschaffen. So weiß man wahrscheinlich auch gerade nicht, wo man eigentlich gerade hingehört. In einer Woche begibt sich die ü35-Truppe im Heimspiel gegen die TSG Gadebusch wieder auf die Suche nach Antworten. Drei Punkte aus vier Ligaspielen klingen in der Addition allerdings höchst mittelmäßig.