Fußball / C-Junioren eiskalt

Nach der Galavorstellung im Spitzenspiel gegen PSV Wismar mit dem souveränen Heimsieg, standen nun zwei Stadtderby`s gegen MSV Pampow und dem Neumühler SV an. In beiden Partien war der SSC eiskalt im Ausnutzen seiner Torchancen.

Beim Spiel in Pampow spielte der Gast sehr druckvoll und ging schnell nach 5 Minuten durch einen zielstrebig ausgespielten Konter in Führung. Den langen Ball von Arvid Mausolf versenkte Zamari Mohamand überlegt ins lange Eck. Ob das ein Torschuss oder eine Flanke werden sollte weiß wohl nur er. Aber egal drin ist drin und wenn das Absicht war, war es gut. Beide Mannschaften versuchten sich, aber das spielerische Element fand keiner. Pampow spielte mit langen Bällen, die unsere Abwehr des Öfteren vor Problemen stellte. Aber Gefahr für unser Tor bestand zu diesem Zeitraum nicht. Wir versuchten weiter Ordnung ins Spiel zu bringen und agierten kontrolliert. Besonders Pepe Lange zog an den Ketten der Pampower Abwehr und er bildete mit Zamari Mohamand ein gutes Duo auf der linken Seite. Wir überließen dem Gast nun mehr Räume, aber unsere Konter zahlten sich aus. In der 31. Minute führte Mohamand einen Einwurf schnell aus. Sein Spielpartner Lange zirkelte den Ball an den Innenpfosten und von dort sprang das Spielgerät ins Tor des machtlosen Pampower Schlussmanns.

Nach dem Seitenwechsel tat sich nicht viel. Pampow versuchte es, aber ihre Mittel waren begrenzt und somit waren Möglichkeiten für sie Mangelware, oder gleich null. Unsere besten Möglichkeiten ergaben sich aus ruhenden Bällen. So dann in der 41. Spielminute, als Pepe Lange seinen Freistoß clever versenkte. Drei Möglichkeiten – drei Treffer besser geht nicht. Den nächsten Freistoß knallte dann Zamari Mohamad an die Querlatte. Der Gastgeber steckte nicht auf, aber sie fanden kein Mittel, um unsere gute Abwehr zu knacken. Das vierte Schweriner Tor viel……. wie konnte es heute auch nicht anders sein, aus einem Freistoß heraus. In der 48. Minute köpfte, ja köpfte, unser Riese Pepe Lange den Ball überlegt ins lange Eck. Langsam wurde Mika Schreiber im Kasten der Piraten zur tragischen Figur. 4 Bälle hat er aufs Tor bekommen und alle waren unhaltbar für ihn. In der 57. Minute hatte dann Pampow seine erste gute Möglichkeit, aber ihr Bester Emil Lenschow vergab freistehend.

In den letzten Minuten passierte nichts mehr und somit sprang ein eiskalt heraus gespielter Auswärtssieg bei bestimmt nicht schwachen Pampowern heraus.

Am Donnerstag im Spiel gegen Neumühle waren die gleichen Voraussetzungen wie im Auswärtsspiel in Pampow. Wir mussten das Spiel machen, aber taten uns sehr schwer. Da waren sicher unsere Köpfe nicht frei, denn Neumühle bescherte uns in der Hinrunde die einzige Niederlage. Der NSV stand nur hinten drin und versuchte erst gar nicht was fürs Offensivspiel zu machen. Aber mit Kilian OÍgwe haben sie einen Konterspieler bester Güte in ihren Reihen, auf den man aufpassen muss. Der Aufstiegsanwärter verstrickte sich in sinnlose Zweikämpfe, um meist als zweiter Sieger heraus zu gehen. Neumühle bolzte und wir beteiligten uns am Dosenschießen. Fußball, den der Gastgeber auszeichnet, sieht anders aus. Es entwickelte sich Kampf und Krampf auf unterstem Level. Torchancen auf beiden Seiten waren Mangelware und keiner Mannschaft viel etwas ein, um einen Treffer zu erzielen. Optisch überlegen, aber ohne Linie, ging es in die Pause.

Mit den Einwechslungen von Paul Herr und Willem Hegermann kam dann mehr Linie ins Spiel der Blau Gelben. Zwar konnten auch sie den Bock nicht umstoßen, aber langsam fanden wir ins Spiel und unser Kick wurde besser. So nahm dann Willem Hegermann sein Herz in die Hand und haute den Ball aus dem Nichts auf das Neumühler Tor. Sichtlich überrascht war dann wohl auch Timon Sulkowski im Kasten, denn der Ball sah haltbar aus. Aber der Jubel auf der SSC Seite war groß und der Bann gebrochen. Neumühle musste nun endlich was machen und somit ergaben sich dann auch Räume für uns. Keine zwei Minuten später viel dann die Vorentscheidung, weil sich Pepe Lange einfach mal in einen langen Ball von Leon Grundler reindrehte. Vom Körper des Goal Getters sprang der Ball zum 2:0 rein. Erleichterung pur beim Gastgeber. In den letzten 10 Minuten passierte nichts mehr und der SSC stand zum ersten Mal an der Tabellenspitze der Liga. Super.

Mit den “Pflichtsiegen” gegen Pampow und Neumühle sind wir weiter auf Kurz und stehen nach dem 1:1 zwischen Boizenburg und Wismar auch am Ende des Spieltages auf der Sonnenseite der Liga.

Jetzt haben wir es in der eigenen Hand, um den Titel zu erreichen.

Text: Stephan Helms

Schweriner SC spielte: Odin Woithe, Tim Neumann , Arvid Mausolf , Corvin Fritz, Leon Grundler, Alex Weizel, Maurice Edling, Eric Bartel, Zamari Mohamand, Pepe Lange, Aboulfasl Rostami, Paul Herr, Gero Nohr, Hannes Galling, Willem Hegermann