Fußball / Aus für die SSC-Reserve

Aus und vorbei: Der Schweriner SC hat seine 2. Mannschaft vom Spielbetrieb der Fußball-Kreisliga SN/NWM zurückgezogen. Die Vereinsverantwortlichen haben dem Team, das wegen Personalsorgen in den letzten Spielen gerade so eine spielfähige Mannschaft zusammen bekommen hatte, ein Gespräch eingeräumt, um den weiteren Werdegang zu besprechen. Doch als die sportliche Leitung in dieser Versammlung das eine oder andere „Vielleicht“ und „Mal seh’n“ zu viel hörte, war für sie die Entscheidung getroffen. „Auf diese Aussagen können wir uns nicht verlassen. So hat das keinen Zweck! Wir verspüren keinen Ruck, der durch die Mannschaft geht.“, so die Aussage aus der sportlichen Leitung.

Der nun vollzogene Rückzug der Mannschaft ist der nötige Schlussstrich dem sich ein Verein stellen muss. An den akuten personellen Problemen, konnte auch ein Aufruf in Facebook, sowie der neue Trainer Thomas Heckel nichts ändern. Die Bereitschaft vieler Akteure, für die auch sportlich auf wackligen Füßen stehende „Zweite“ aufzulaufen, blieb gering.

Die These, der SSC habe sich zu wenig um die Mannschaft bemüht, mag die Vereinsführung übrigens nicht stehen lassen. Ein Blick auf die Hinserie verrät, dass lediglich ein Kern von 10 Spielern bei mehr als 10 der 15 zu bestreitenden Spielen anwesend war. Hinzu kommt, dass die personelle Situation in der 1.Herren -, den Alten Herren (Spielbetrieb in der kommenden Saison noch fraglich) und in der 3.Männer-Mannschaft ähnlich angespannt ist, dass hier keine Unterstützung zu erwarten ist, um die Zweite aufzufüllen. Den verbliebenen Spielern der Zweiten wurde die Möglichkeit eingeräumt, in die Erste aufzurücken, oder sich den Alten Herren anzuschließen, um hier die Personaldecke zu vergrößern. Sich der Integrations-Mannschaft anzuschließen, oder umgedreht, dass Spieler der Dritten in die Zweite rücken, stieß auf wenig Resonanz.

Solche Entscheidungen sind nicht schön und nicht für Jedermann nachvollziehbar – aus Sicht einer sportlichen Leitung vielleicht aber verständlich. Dass die Entscheidung ein paar Tage nach der Versammlung per WhatsApp mitgeteilt wurde, vielleicht nicht unbedingt glücklich.