Am letzten Samstag ging es zum Auswärtsspiel nach Wismar zum SV Schiffahrt Hafen. Nach einer eher bescheidenen Trainingswoche wussten wir nicht so richtig zu welcher Leistung unsere Jungs im Stande sind.

Nach einer knackigen und sehr konzentrierten Erwärmung ertönte zu ungewohnter Zeit um 11:30 Uhr der Anpfiff. Wir waren sofort drin im Spiel und ließen Ball und Gegner laufen. Im ungewohnten 1:6 System fehlte uns jedoch die Zielstrebigkeit im letzten Drittel und wir schafften es nicht unser gutes Passspiel mit Toren zu veredeln.

Also kam es wie es kommen musste. Wismar ging in der 22. Minute mit 1:0 in Führung. Eine scharfe Hereingabe von außen konnte nur ins eigene Tor gelenkt werden. Aber egal. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt und waren zu diesem Zeitpunkt die bessere Mannschaft. Damit hatte Wismar sicher nicht gerechnet.

Wir machten den Jungs in der Halbzeit Mut und sprachen ein paar kleine Details an, die wir vielleicht noch verbessern könnten. Leider konnten wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr mit dem Tempo wie in der ersten Halbzeit agieren und Wismar kam immer besser ins Spiel. Jetzt ließen sie uns laufen. Durch eine Schlafeinlage in der 28. Minute gerieten wir mit 0:2 in Rückstand. Zu dem Zeitpunkt war uns natürlich klar, dass es schwer werden würde. Aber man kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie hauten alles raus und versuchten weiter Fussball zu spielen. Vielleicht hätten wir auch einmal öfter versuchen sollen aus der zweiten Reihe zum Erfolg zu kommen. Wie das geht, zeigte Wismar in der 38. Minute, als der Ball aus knapp 20 Metern im Knick einschlug. Damit wurde es natürlich noch schwerer, bzw. am Ende unmöglich. Wismar verwaltete das Ergebnis jetzt sehr sicher und ließ uns nicht mehr zum Zug kommen. Wir hätten an dem Tag mindestens ein Tor verdient gehabt aber der Fussball ist leider kein Wunschkonzert.

Zum Ende lässt sich sagen, dass die Zuschauer ein sehr gutes E-Junioren Spiel gesehen haben, wobei die Jungs aus Wismar aufgrund der zweiten Halbzeit sicher nicht ganz unverdient gewonnen haben. Wir waren über weite Strecken auf Augenhöhe und am Ende entscheiden Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage.

Aber was fehlt uns um solche Spiele zu gewinnen? Ich glaube es ist die zum einen die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und zum anderen die fehlende physische Power über die gesamte Spielzeit, speziell in der zweiten Halbzeit. An beiden Dingen werden wir versuchen zu arbeiten um irgendwann auch diese Spiele siegreich zu gestalten.

Jetzt heißt es im Training wieder hart zu arbeiten um unsere Schwächen zu minimieren.

Für die „Wilden Kerle“ waren im Einsatz: Max, Alex, Finley, Ole, Luca F, Luca R, Maddi, Richard, Adrian, Ninus

Text: David Frenzel