Die Lobhudelei für die Reserve des SSC findet auch nach dem 4. Spieltag der jungen Saison ihre Fortsetzung. Die Lingnau-Elf war auf dem Weg zu ihrem 4:2 (2:0) – Erfolg gegen Holthusen nur kurz in Bedrängnis geraten. Zwei Tore von Daniel Schmidt (18`, 58`), ein Treffer durch Philipp Tarras (12`) und ein Tor von Michael Wilck (46`) überwogen die Tücke, dass Julius Lawrenz nach der 4:0 – Führung zwei Tore für die Gäste geschossen hatte und die Partie damit vielleicht nochmal Spannend machen würde (65`, 69`).

Was die 80 Zuschauer gestern im Sportpark Lankow zu sehen bekamen, war ein interessanter Einblick in die spielerischen Finessen des SSC. Denn: unter der Regie von Trainer Wolfgang Lingnau hat es den Anschein, dass seine Mannschaft vorzüglich kombinieren kann. Wie zum Beleg dafür kamen die Führungstreffer durch Tarras und Schmidt nicht von Ungefähr. Die neue Begeisterung rund um die Zweite, die aus den ersten vier Saisonspiele nun 10 Punkte eingeheimst hat, nimmt die Züge eines neuen blau-gelben Hypes an. Aber ist das berechtigt? Denn nicht nur der SSC, sondern auch die Gäste aus Holthusen sorgte für zwischenzeitliche Knalleffekte. Mehrere ernst zu nehmende Torschüsse waren dem SFV gelungen in Halbzeit eins, die jedoch SSC-Keeper Michael Drews entschärfte. Man stemmte sich gegen eine schnelle Übermacht des SSC, die immer wieder von Spielgestalter Wilck angetrieben wurde. Es gelang aber, die Platzherren das eine oder andere Mal auszubremsen oder in Verlegenheit zu bringen. Aber das fiel nach 45 Minuten kaum ins Gewicht, weil dem Gegner in der Summe einfach zu viele Fehler unterlaufen waren.

Auch im zweiten Durchgang der Partie hatten die Platzherren den SFV in ihrem Würgegriff und sorgten für den ersehnten Unterhaltungswert. Wilck kurz nach Wiederanpfiff und Schmidt vom Punkt bauten die Führung aus. Die Schlussphase blieb durch die Tatsache belastet, dass der SSC einen Gang zurückschaltete, was zum 4:2 führte. Lawrenz nutzte die Untermotorisierung. Der Auftritt der Lingnau-Elf verstärkt am Ende den Eindruck, dass mit ihr in dieser Saison zu rechnen ist.

Text und Foto: Andreas Melhorn