Der Schweriner SC verpasste die große Chance, sich ein wenig Druck vom Kessel zu nehmen und kam im Kellerduell, gegen die TSG aus Gadebusch, nicht über ein 1:1 Unentschieden hinaus. Somit geht das Schneckenrennen, aus den Niederungen der Landesklasse 6, für den SSC weiter und man ist in den verbleibenden zwei Partien der Hinrunde schon zum Siegen verdammt, um das rettende Ufer in der Winterpause nicht mit dem Fernglas zu suchen.

Dabei begann das Spiel ganz verheißungsvoll für die Platzherren und es roch nach Plan im Sportpark Lankow. Der SSC versuchte seinen Heimvorteil auf dem Kunstrasen, äußerlich unbeeindruckt der Tabellensituation, zu nutzen und ließ den Ball gekonnt durch seine Reihen laufen. Die TSG bekam in der ersten Hälfte kein Bein auf den Boden, sodass man sich in ihrer Hälfte fest setzten konnte. Kurz um: Das war alles ganz nett anzuschauen und der SSC hat auch mehr vom Spiel in Halbzeit 1, verpasste es aber, was Zählbares daraus folgen zu lassen. Im Abschluss zu unkonzentriert, oder zu ungenau, werden beste Möglichkeiten kläglich vergeben, oder Schlussmann Kleinfeldt steht im weg. Das 0:0 zur Halbzeit für den SSC zu wenig und man fängt an nervös und ungeduldig zu werden.

Gleich nach Wiederanpfiff eine andere TSG. Der erste Angriff wird sofort zur Leistungsprobe an Schlussmann Frenzel, als Steinberg freigespielt wird und ungehindert zum Abschluss kam. Frenzel aber auf dem Posten, bewahrt den SSC vor einem Rückstand. Die Gäste legten ihre defensive Grundordnung ab und spielten in der Folge mutig mit. Der Schweriner SC machte sich zudem das Leben schwer, verlor seinen Rhythmus und die Konzentration auf das Wesentliche. Durch unsinnige Diskussionen, mit Gegner und den eigenen Mitspielern, nimmt man sich aus dem Spiel und machte somit den Gegner stark. Wenn es in diesen Situationen ums Versagen geht, hängt sich der SSC voll rein. Es kommt wie es kommen musste. Ein katastrophaler Rückpass wird zum Bumerang, Rose kommt unverhofft in Ballbesitz und wird zum Spielverderber. Mit Platz im Mittelfeld, gelangte er vor das Tor und auch das Begrüßungskomitee Schwarz, Bartels nur mit Begleitschutz, ließ ihn zum Abschluss kommen. Frenzel ohne Abwehrchance und der Jubel der Gäste kannte keine Grenzen, als das Spielgerät vom Innenpfosten ins Tor, zum 0:1 prallte (64`). Der SSC arbeitete sich nach dem Rückstand noch mal in die Partie zurück, mehr wie der Ausgleich in Minute 83, sprang dabei aber nicht raus. Freistoß, getreten von Ruhm in den Strafraum, Michelsen wird per Kopf zum sprechenden Glückskeks, als er den Ball über die Linie, zum 1:1 drückte. Alle folgenden Bemühungen, doch noch als Sieger vom Platz zu gehen, waren vergeblich und Schiri Käcker pfiff eine für den SSC am Ende enttäuschende Partie ab.

Fazit: Der Schweriner SC wird buchstäblich nicht nur eine Schippe, oder einen Gang hoch schallten müssen, um zu verhindern, dass man den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle verliert und die Parade somit an ihnen vorbei fährt.

Zuschauer: 42

Schiedsrichter: Tim Käcker, Andreas Schug, Hartmut Hennig

Aufstellung: Frenzel, Mende, Bartels, Schwarz, Ruhm, Michelsen, Piehl, Techen, Genzler, Helms (75` Rauch), Godejohann (62` Spicas)