Auf dem Papier war die Auswärtspartie gegen den Mecklenburger SV scheinbar eine klare Angelegenheit. Der Schweriner SC, der neues Selbstvertrauen geschöpft hatte, erwies sich allerdings als ebenbürtiger Gegner und war über weite Strecken des Spiels das Team mit der besseren Spielanlage. Wie es dann aber nach 90` manchmal so ist, auch wenn vielleicht Mozart gegen Abrissbirne spielt: „Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft“.

Beide Teams legten munter los und versuchten dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Es versprach ein spannendes Spiel zu werden, da man schnell den Respekt voreinander vergas. Die besten Möglichkeiten mit nachrichtenwert, waren Schüsse aus der zweiten Reihe, von Könitz (4`) und Mende (6`) auf SSC Seiten. Die Heimelf, über die gesamte Partei mehr mit Breitbandfußball, versuchtem dem SSC mit langen Bällen beizukommen und haben ihre erste richtige gute Chance in Minute 18, die man auch gleich zur Führung nutze. Ein Freistoß, aus dem Rechten Halb Feld, vor das Tor des SSC, prallte unfreiwillig Behning vor die Füße. Die Abwehrkette noch nicht ganz im Bilde, lässt ihn gewähren und aus kurzer Entfernung zum 1:0 für die Platzherren. Der SSC ließ sich davon nicht beeindruckt, setzte weiter offensive Akzente in Richtung MSV Tor und schaffte es, einen tief stehenden Gegner klein zu kochen. Verheißungsvolle Chancen von 2x Genzler 20` und 27`, sowie Kasper (35`), gingen entweder knapp über das Tor, oder landeten in den Armen von Schlussmann Spierling. Der MSV, nach der Führung mehr damit beschäftigt ihre Defensive zu stärken, retten das knappe 1:0 ungeschoren in die Pause.

Das Spiel in der zweiten Halbzeit begann, wie die erste endete. Der SSC geht auf den Ausgleich, haut sich in der 58` aber förmlich das Leder selbst ins Tor. Ruhm sein Rückpass, halbhoch und schwer zu verarbeiten, wird zur Stolperfalle für den Neuzugang im Tor des SSC, Sven Lemke. Das Spielgerät sprang im zu weit vom Fuß, so dass der MSV in Ballbesitz kam. Auch wenn erst im dritten Anlauf Rohde aus dem Gewühl das Tor traf, zum 2:0 hatte es gereicht. Für den SSC eine bittere Pille und schon eine kleine Vorentscheidung. Der MSV zog sich sofort wieder zurück in Lauerstellung und machte es dem SSC schwer, dass Bollwerk zu durchdringen. Die Mannen um Cheftrainer A. Klähn, glaubten aber bis zur letzten Minute an sich. Ein klangvoller Beweis dieser These trägt einen Nahmen, Tim Schwarz. Bei seinem Freistoß, fünf Meter vorm Strafraum, legte er all seinen Frust in den Schuss und das Geschoss schlug zum 2:1 Anschlusstreffer im Tor ein (65`). Das beflügelte noch mal und der SSC mobilisierte die letzten Reserven, um die offensiven Bemühungen zu verstärken. Dabei vergas man jedoch die Defensivarbeit. Die Platzherren kamen jetzt zu gefährlichen Kontern, in den man den Sack hätte zu machen können, verpasste diese Möglichkeiten aber. Glück für den SSC und man versuchte es weiter mit der Brechstange, findet aber nicht die entscheidende Lücke. Das Spiel blieb jedenfalls bis zum Schluss spannend. Dem SSC war der Ausgleich aber nicht mehr vergönnt und man machte wieder einmal die unliebsame Bekanntschaft, nach einer guten Leistung mit leeren Händen dazustehen.

Fazit: Man hofft es wird schon Aufwärts gehen, läuft auch im Spiel so vieles schief, Man muss sich einfach eingestehen, Das Leben ist kein Konjunktiv.”

Schiedsrichter:
Jens Blumberg, Andreas Kämpfe, Roland Wilcken

Zuschauer: 52

Aufstellung SSC: Lemke, Rauch, Schwarz, Bartels, Ruhm, Piehl, Mende, Kasper (71` Godejohann), Perez, Genzler, Könitz