Im ersten Spiel auf neuer Wirkungsstätte, dem Kunstrasenplatz im Sportpark Lankow, kann der SSC am 9. Spieltag seinen zweiten Heimerfolg feiern und sieht wieder Land am Ende des Horizontes. In den bisherigen 8 Partien hatte man doch eine gruselige Bilanz aufzuweisen und das Vertrauen in seine eigene Stärke verloren. Mit dem 7:3 Triumph, gegen den Gostorfer SV, steht man wieder besser da und präsentierte sich als tapfere Ritter in trauriger Gestalt.

Bild: Alberto Guerrero Perez, mit seinen beiden Treffern, maßgeblich am Erfolg beteiligt
Bild: Alberto Guerrero Perez, mit seinen beiden Treffern, maßgeblich am Erfolg beteiligt

Die ersten Minuten der Partie gehörten gleich dem SSC und man konnte die Gäste förmlich in ihrer Hälfte einschnüren, sodass der GSV nicht mit dem Schnaufen hinterher kam. Die ganz großen Chancen blieben jedoch noch aus. Schüsse aus der zweiten Reihe, von Könitz (5`) und Mende (6`) zeigten aber gleich mal die Richtung an, in die das Spiel gehen sollte. Die Platzherren jedenfalls in der Anfangsphase dominierend, rennen in der 15` in eine Verlegenheit und gehen durch einen perfekt vorgetragenen Konter mit 0:1 in Rückstand. Vorrausgegangen waren ein Ballverlust am Mittelkreis und ein folgender Stellungsfehler in der Hintermannschaft, sodass Körner und Wendland leichtes Spiel haben und im Doppelpass die Führung erzielten. Und täglich grüßt das Murmeltier! Ein Rückstand bis dato Gift für den SSC, weil man ab jetzt das Spiel machen musste. Nicht so an diesem Tag! Die Platzherren gleich mit der richtigen Antwort parat, holten aus zum Doppelschlag. Nur eine Minute später ist es bereits Genzler, der aus spitzem Winkel Schlussmann Bischof blass um die Nase aussehen lässt und den Ausgleich erzielte. Wiederum nur eine Minute später, Flanke von Ruhm, sein Ball erreichte Techen und sonst niemanden mehr und der per Kopf zur 2:1 Führung. Keeper Bischof fliegt dabei vergeblich. Der SSC marschierte in der Folge weiter und kann mit mehr Ballbesitz und mehr Torgefahr die Führung ausbauen. 23` und es fällt ein Tor das alle begeisterte. Piehl, der als Dienstältester Spieler auch in diesem Spiel wieder Kapitän und Einpeitscher in Doppelfunktion war, bekommt den Ball, umkreiste Freund und Feind über Links und mit Millimeter genau getimter Hereingabe auf Alberto Perez. Der weiß wo das Tor steht und trifft auf Höhe des Elfmeterpunktes zum 3:1. In Minute 25 melden sich die Gäste jedoch zurück und kommen nach einem Freistoß durch Körner zum Anschlusstreffer. Für den SSC an diesem Tag aber kein Schlag ins Kontor. Die Platzherren spielen schnell, direkt und das offensive Konzept zündete weiter. Erst ist es abermals Perez, der den alten Abstand wieder herstellt (42`) und nur zwei Minuten später trifft Könitz, zum 5:2 Pausenstand.

Zweite Hälfte, und die musste sich vor der ersten nicht verstecken. Dem GSV gelingt, nach kollektivem Mittagsschläfchen, der Anschlusstreffer durch Nevermann (52`), für den sich keiner zuständig fühlte. Wieder wachgerüttelt und Techen per Kopf nach Flanke von Schwarz (58`), sowie Genzler (62`), als er den Torwart toupierte, schrauben das Ergebnis, mittlerweile den Spielanteilen entsprechend, auf 7:3 und der GSV weiß nicht wie ihm geschieht. Die Gäste bis zum Schluss wenig konstruktiv und kontrolliert, nur noch sporadisch offensiv. Der SSC zwar variabel in der Spielweise, blieb bis zur Schlusssirene ohne weiteren Treffer, kann aber zumindest den zweiten Sieg verbuchen.

Fazit: Mit der Einstellung und Spielweise ist der Patient SSC zu mindestens auf dem Weg der Besserung.

Schiedsrichter: Dietmar Dittrich, Michael Holste, Tobias Blank

Zuschauer: 45

Aufstellung SSC: Frenzel, Mende, Schwarz, Bartels, Ruhm, Kasper (70` Gomez), Piehl, Techen, Könitz (64` Helms), Genzler (79` Rauch), Perez