SSC verliert in Pampow 1:5
Freitagabend, 19:00 Uhr, Pampow.Der Plan war klar: defensiv stabil stehen, kompakt verteidigen und Nadelstiche setzen.Der Haken an der Sache: Nach neun Minuten stand es 0:2.
Und damit war der Matchplan… sagen wir mal… frühzeitig im Feierabendmodus.
Früher Rückstand – mit freundlicher Unterstützung
Das 1:0 fällt – natürlich – nach einer Ecke.Der Ball wird geklärt, zumindest irgendwie. Pampow schreit „drin!“, der SSC schreit „niemals!“.Der Schiri steht gemütlich am 16er, sieht… nichts – und entscheidet sich dann einfach mal für Tor.VAR? Gibt’s bei den Alten Herren leider nur beim Bier danach.
Keine sechs Minuten später dann das 2:0.Philipp Tarras will eigentlich clever per Kopf auf Steven „Sachse“ Rauch verlängern, schaut dabei einmal kurz direkt in die Sonne – und köpft stattdessen mustergültig zum Pampower.Neun Minuten gespielt, 0:2. Läuft.
SSC kommt rein – und kassiert kurz vor der Pause wieder
Nach dem Doppelschlag kommt der SSC besser ins Spiel, kämpft sich rein, steht stabiler und bekommt mehr Zugriff.Man merkt: Da geht noch was.
Kurz vor der Pause dann… ja, wieder Ecke Pampow.André Hamel will klären, schlägt über den Ball – der Gegner sagt danke und nagelt das Ding rein.3:0. Halbzeit. Bitter.
Zweite Halbzeit beginnt ordentlich – und kippt dann komplett
Nach dem Seitenwechsel zeigt der SSC eigentlich eine bessere Leistung.Mehr Ordnung, mehr Zugriff, insgesamt ein ausgeglichenes Spiel.
Doch dann kommt die Szene zum 4:0:Der Pampower steht beim Zuspiel schon sichtbar in der verbotenen Zone – kein Zentimeter, eher deutlich.Der Schiedsrichter lässt jedoch weiterlaufen und erkennt den Treffer an.Kann man so entscheiden, muss man aber nicht – sagen wir mal, es war eine sehr großzügige Auslegung.
Mit dem 4:0 war der Stecker dann eigentlich schon gezogen.
Direkt danach hat Steven Rauch die große Chance, frei vor dem Tor – setzt den Ball aber vorbei.Das wäre vielleicht nochmal ein kleiner Hoffnungsschimmer gewesen.
Noch eine Ecke, noch ein Tor – und dann wenigstens ein kleiner Lichtblick
Das 5:0 reiht sich nahtlos ein.Wieder Ecke, wieder Chaos: Jan Petrak hält stark den ersten Ball – und dann schauen alle zu, wie der Nachschuss im Netz landet.
Den Ehrentreffer besorgt dann Thilo Pöllich:Im Strafraum behält er die Ruhe, nimmt Maß und bringt den Ball – mit etwas Glück, aber absolut verdient – im Tor unter.5:1, 68. Minute.
Das eigentliche Problem
Unterm Strich bleibt:Wenn du Woche für Woche die gleichen Fehler machst, wird es in dieser Liga einfach extrem schwer, Spiele erfolgreich zu gestalten.
Vier Gegentore nach Standards oder individuellen Fehlern – das ist einfach zu viel.Da kannst du noch so gut kämpfen, irgendwann reicht es dann nicht mehr.
Trotzdem: Zusammenhalt stimmt
Was man der Mannschaft aber lassen muss:Keiner hat den Kopf hängen lassen, keiner hat sich zerfleischt.Der SSC ist als Team aufgetreten – und das ist in so einem Spiel vielleicht das Wichtigste.
Gute Besserung, Tarras!
Bitter: Philipp Tarras musste in der 60. Minute verletzt runter (Knie, Auftreten kaum möglich).An dieser Stelle: Gute Besserung! Hoffen wir, dass es nichts Ernstes ist.
Ausblick
Jetzt heißt es: Mund abputzen, weiterarbeiten.Montag wird trainiert – und am Donnerstag geht’s schon weiter nach Wismar.
Vielleicht diesmal ohne Geschenke.Wäre zumindest mal ein Anfang.