Zum letzten Spiel der Hinrunde reiste der Schweriner SC zum MSV Lübstorf. Die Gastgeber gingen mit ordentlich Rückenwind in die Partie, schließlich hatte man eine Woche zuvor den MSV Pampow noch mit 5:1 vom Platz geschickt. Entsprechend war allen klar, dass hier keine leichte Aufgabe warten würde.
Die erste Halbzeit war geprägt von viel Kampf und wenigen klaren Torchancen. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, Lübstorf hatte dabei etwas mehr Spielanteile. Wirklich gefährlich wurde es vor dem SSC-Tor allerdings selten. Und wenn doch einmal ein Ball durchkam, war Schlussmann David Frenzel zur Stelle. So ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause.
Vier Minuten nach Wiederanpfiff schlug der SSC dann eiskalt zu. Michael Steinmüller setzte sich über die rechte Seite durch und brachte den Ball gefährlich vor das Tor. Ein Lübstorfer Verteidiger schlug über den Ball und André Werner stand genau dort, wo ein Stürmer stehen muss. 1:0 für den SSC.
In der 45. Minute folgte dann eine Szene, die sich im Nachhinein als möglicherweise spielentscheidend herausstellen sollte. Ein flacher Ball der Gastgeber rauschte gefährlich durch den Strafraum. Der Lübstorfer Angreifer lauerte bereits am langen Pfosten, doch Steven „Sachse“ Rauch spitzelte den Ball im allerletzten Moment zur Ecke und verhinderte so den möglichen Ausgleich.
Nur wenige Minuten später legte Werner nach. Nach einem Rückpass auf den Lübstorfer Keeper wollte dieser den heranstürmenden SSC-Stürmer ausspielen. Eine Idee, die sich als weniger gut herausstellen sollte. Werner setzte energisch nach, eroberte den Ball und schob zum 2:0 ein.
Kurz darauf hätte der SSC alles klar machen können. Nach einer schönen Kombination zwischen André Werner und Ronny Rieling scheiterte man jedoch am Lübstorfer Schlussmann. Im direkten Gegenzug nutzte Lübstorf die Gelegenheit und verkürzte auf 1:2.
Wer nun dachte, der SSC würde nervös werden, sah sich schnell getäuscht. Nur zwei Minuten später erkämpfte sich Ronny Rieling stark den Ball und spielte ihn auf Michael Steinmüller. Der fackelte nicht lange, hielt aus halbrechter Position einfach mal drauf und versenkte den Ball sehenswert zum 3:1 im Netz. Ein Tor der Kategorie „Wenn schon, denn schon“.
In der 66. Minute hätte der Deckel endgültig drauf sein können. André Harmel marschierte über die rechte Seite bis zur Grundlinie und legte mustergültig auf Ronny Rieling zurück. Dessen Abschluss strich jedoch knapp am langen Pfosten vorbei.
Kurz darauf war Schluss und der SSC durfte drei verdiente Punkte bejubeln. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, einem Doppelpack von André Werner, einem starken Michael Steinmüller und der Rettungstat des Sachsen nahm man die Punkte mit auf die Heimreise.
Mit dem Sieg beendet der SSC die Hinrunde erfolgreich. Und das Kuriose: Bereits am kommenden Spieltag beginnt die Rückrunde – erneut gegen den MSV Lübstorf. Diesmal allerdings in Lankow.